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Unzureichende Gestaltung der Benutzeroberflächen führt zu erhöhten psychischen Belastungen, zu Kopfschmerzen und Augenflimmern, zu Stress und Zeitdruck, und bei längerer Nutzung zu körperlichen Beschwerden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geraten in die Gefahr, Fehler zu begehen und so den Ertrag ihrer Arbeit für das die Softwareprodukte einsetzende Unternehmen zu mindern.

Laut Definition verwendet Ergonomie wissenschaftliche Erkenntnisse um Arbeitsaufgaben, Arbeitsumgebungen und Produkte an die physischen und mentalen Fähigkeiten und Grenzen von Menschen anzupassen. Dabei sollen Gesundheit, Sicherheit, Wohlbefinden und Leistungsvermögen geschützt und verbessert werden.

Die Gestaltung der Benutzeroberflächen muss sich an der Art und Weise menschlicher Informationsverarbeitung orientieren. Zum ergonomischen Kontext gehört hier die visuelle Konditionierung, die Wahrnehmung, die Farbpsychologie, die bisher operationalisierten Erkenntnisse über die Funktionen des Kurzzeitgedächtnisses sowie der fachliche Konsens über die Bedeutung und Verwendung von Metaphern und Symbolen. Über allem stehen die Aufgaben und die Arbeit mit ihrer Struktur, die mit der eingesetzten Software verrichtet werden sollen.

Im Falle von psychischen und physischen Einschränkungen bei Auffassungsgabe, Sehvermögen, Farbwahrnehmung oder gar dem Totalausfall ganzer Sinne oder von Teilen des Bewegungsapparates auf Seiten der Nutzer muss nach noch engeren Regeln und Richtlinien im Sinne einer Barrierefreiheit des Softwareproduktes verfahren werden.